Herzensprojekt

Vor ein paar Wochen habe ich endlich mein lang vor mir hergeschobenes Herzensprojekt in Angriff genommen. Vor einer gefühlten Ewigkeit hatte ich mal in einer Nacht- und Nebelaktion ein kleines Nachtschränkchen vor dem Sperrmüll gerettet. Es war zwar nicht mehr in allerbestem Zustand, hatte aber meiner Meinung nach ausreichend Potential und ein Leben auf dem Schrottplatz wirklich nicht verdient. Nachdem ich es mühsam nach Hause geschleppt hatte, fristete es sein Dasein allerdings erst mal in diversen Kellerräumen. Das Abschleifen von mehreren fetten Lackschichten gehört nun wirklich nicht gerade zu meinen Lieblingsaufgaben und so schob ich das Projekt „Nachtschrank“ immer wieder vor mir her.

Dann stolperte ich über den Workshop von Fuchs & Bente „New Look – Möbelrestauration“ in Zusammenarbeit mit den Profis von Antike Möbel Metzner in Mainz. Ich hatte Glück, dass ich noch einen der heißbegehrten Plätze erwischen konnte und ich kann nur sagen – es hat sich wirklich gelohnt. Jeder durfte ein Möbelstück seiner Wahl mitbringen. Einzige Voraussetzung: man musste es sich unter den Arm klemmen können. Und so schleppten wir Stühle, Kisten, Hocker, Schubladen und eben mein kleines Nachtschränkchen in die Werkstatt, um mit den beiden Profis Jan und Johanna das weitere Vorgehen zu besprechen.

Am meisten hat mich ja überrascht, dass mein Fundstück ein echtes Original aus der Gründerzeit ist und schon um die 100 Jahre auf dem Buckel hat. Bei all den laienhaft überlackierten Schichten war das wirklich nicht zu erkennen gewesen. In nacktem Zustand hat es dann aber sein Alter verraten. Der Korpus des Schränkchens ist aus Fichtenholz, die beiden vorderen Füße sind aus härterem Kirschholz, da man das besser drechseln kann. In der Tür sieht man auch, dass da mal was fachmännisch ausgebessert wurde.

Das zeitintensive Abbeizen hatte ich irgendwann mal im Sommer an 2 Wochenenden draussen im Garten, mehr weniger gründlich, erledigt. Ich muss gestehen, dass mir bei solchen ekligen Fisselarbeiten schnell mal die Geduld ausgeht und die diversen Lackschichten waren wirklich extrem hartnäckig. So sah das Nachtschränkchen vor dem Workshop aus.

Nachtschränkchen Urzustand

Unter den wachsamen Augen der Profis fingen wir an, unsere Lieblingsstücke, soweit möglich, in ihre Einzelteile zu zerlegen und zu schleifen und zu schleifen und zu schleifen.

nachtschränkchen_zerlegt_nichtunbunt

Dazu gab es wertvolle Tipps, wie man am besten Kanten glatt schleift und auch in die kleinsten Rundungen kommt, ohne sich das Leben unnötig zu komplizieren. Und als man dann das Gefühl hatte, dass das mit dem Schleifen mit Hand und Maschine jetzt eigentilch gut wäre, schleppte der erbarmungslose Profi noch grinsend die Rolle mit dem feineren Schmirgelpapier an.

Nachdem wir eeeeendlich fertig waren mit Schleifen, wurde alles wieder fachgerecht zusammengeleimt und geschraubt und zum krönenden Abschluss kam die Veredelung durch Lacke, Öle oder sonstige geheimnisvolle Tinkturen. Kleinere Schwachstellen wurden mit Kit ausgebessert und die Farbschichten auf den Füßen hat mir Jan netterweise in nicht mal 5 Minuten runtergedrechselt.

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, das Schränkchen knallgelb zu lackieren (Yellow is the new Black!) aber nachdem ich alle Lackschichten mühevoll runter hatte, kam es mir fast wie ein Sakrileg vor, das hübsche Holz wieder zu verdecken.

Leider fand sich in der Restekiste der Schreinerei keine passenden Knöpfe für Schublade und Tür, aber zum Glück gibt es auch Sonntags nachmittags am Mainzer Bahnhof im NanuNana schicke Porzellanknöpfe zu kaufen. Schliesslich ist nichts ätzender, als ein Projekt nicht direkt fertig stellen zu können 😉

Nachtschränkchen

(sorry, die Bildqualität ist noch sup-optimal… daran muss ich noch arbeiten 😉 )

Jetzt brauch ich nur noch ein nettes Plätzchen für mein neues Schmuckstückchen, auf das ich wirklich ganz besonders stolz bin.

Vielen Dank an Fuchs & Bente, die den Workshop ins Leben gerufen haben und an die beiden Johannas und Jan von Antike Möbel Metzner, die uns bei unseren Projekten wirklich super unterstützt haben.

Mehr Fotos von diesem Workshop und natürlich auch von den Projekten der anderen findet ihr auf der Facebook-Seite von Fuchs & Bente.

Und, welche Schätze dümpeln bei euch so im Keller oder auf dem Dachboden rum und warten nur darauf, in neuem Glanz zu erstrahlen?

blogst – Basis Workshop

Letzten Sonntag fand in Köln ein toller blogst Basis Workshop statt. Durch Zufall bin ich auf Bines Seite „was eigenes“ drauf gestoßen und habe mich kurz entschlossen angemeldet. Eine gute Entscheidung! Der Workshop hat mir genau den richtigen Kick für einen Neuanfang mit meinem Blog gegeben.

blogst_workshop_nichtunbunt

Ricarda und Bine, die Macherinnen von „23qmStil“ und „was eigenes“ haben uns blutigen Blog-Anfängerinnen und Newbies an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben lassen und wertvolle Tipps gegeben, die das Bloggerleben einfacher machen.

Es ging um so grundsätzliche Fragen wie einen aussagekräftigen Blognamen zu finden, sich die dazugehörigen Domains zu sichern und die passende Plattform auszusuchen, auf der man den Blog dann hosten kann. Auch die rechtlichen Aspekte rund ums Bloggen wurden angesprochen. Einfach blauäugig Beiträge und Bilder in die Welt zu posten sollte man tunlichst vermeiden. Des Weiteren gab es tolle Tipps zum Thema Schreiben, Bildbearbeitung und Netzwerken. Ich hätte nie vermutet, dass soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter so wichtig sind, wenn es darum geht, seinen Blog ordentlich zu vermarkten.

Ich glaube, am Ende des Workshops haben wir alle einen guten Eindruck davon gewinnen können, was es heißt, seinen Blog nicht einfach nur als persönliches Online-Tagebuch zu führen sondern ihn eine Ebene weiter zu bringen. Die nötige Motivation dazu haben wir uns jedenfalls beim Workshop abgeholt!!!

Es hat super viel Spaß gemacht, in dieser netten Runde über alle die wichtigen Fragen zu diskutiern, twittern oder instagrammen. Vielen Dank an Ricarda und Bine, aber auch alle anderen Teilnehmerinnen. Ich hoffe, man sieht sich bald mal wieder.

Mehr Infos zu blogst Workshops oder den blogst Konferenzen gibt es hier!

Hello (again) world!

Ich bin dann mal wieder da. Mit einem neuen Namen und in einem neuen Gewand. Auch in die zukünftigen Inhalte habe ich ein bisschen Gehirnschmalz rein gesteckt und mir so etwas wie ein mehr oder weniger solides Konzept für den neuen Blog überlegt.

Denn das habe ich letzten Sonntag in einem tollen blogst Workshop* von Bine und Ricarda, den Macherinnen von Was eigenes und 23qmStil, gelernt:

Bloggen ist harte Arbeit 😉

Für alle, die sich fragen, wie ich auf den Namen für den Blog gekommen bin, hier die Erklärung. Der Ausdruck stammt von einem ehemaligen Dozenten, der meine Webseiten-Kreationen immer wieder politisch-korrekt als „nicht unbunt“ bezeichnet hat.

Hier bei „nicht unbunt“ geht es um all die schönen Dinge, die mir das Leben einfach ein bisschen bunter machen. Vor ein paar Jahren habe ich durch puren Zufall entdeckt, dass in mir eine richtige Basteltante steckt. Ich, die ich in der Schule den Handarbeitskurs und die Bastelstunde schmählich verachtet hatte, liebe es auf einmal, alten Dingen neues Leben einzuhauchen, Mützen zu häkeln, kunterbunte Taschen zu nähen und in allen möglichen Workshops so interessante Dinge zu lernen wie Siebdruck oder Glasperlendrehen. Noch freuen sich Familie und Freunde über selbstgemachte Geschenke, bin mal gespannt, wie lange das noch hält. Und bis dahin stelle ich euch meine kleinen und größeren DIY- und Upcycling-Projekte hier vor.

Ab und zu werde ich hier dann auch mal von meinen Reisen berichten, denn auch die machen das Leben kunterbunt. In der Rubrik „Aufgefallen“ findet ihr Schnappschüsse von den Dingen, die mir im grauen Alltag irgendwo ins Auge gestochen sind.

In diesem Sinne HERZLICH WILLKOMMEN!“

*dazu mehr im nächsten Blog