Panna Cotta mit Erdbeeren

Ich hatte mal wieder Lust auf Panne Cotta mit frischen Erdbeeren, denen ich am Morgen auf dem  Mainzer Wochenmarkt nicht widerstehen konnte.

Da ich ja nie wirklich nach Rezept koche, habe ich die Erdbeeren gewaschen und mit meinem schicken Erdbeerstrunk-Zupfer (Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht, aber jede Menge Spass machen“), den ich mir mal aus Boston mitgebracht habe, den Strunk entfernt. Dann hab ich die Erdbeeren mit dem Zauberstab püriert und auf dem Herd kurz aufgekocht, ein bisschen Limettensaft dazugegeben und die Schale abgerieben. Damit es nicht ganz so schlabberig wird, habe ich statt normalem Zucker noch einen Rest Gelierzucker untergerührt und nochmal ein paar Minuten aufgekocht.

Die Panna Cotta habe ich allerdings dann doch fast nach Rezept gemacht.
400 ml Sahne mit einer aufgeschlitzten Vanilleschote ca. 15 Minuten aufkochen. Laut Rezept gehören jetzt noch 50g Zucker dazu, aber das ist mir ein bisschen süß, daher nehme ich immer etwas weniger Zucker. 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser kurz einweichen, ausdrücken und in der Sahne auflösen (vorher die Vanilleschote rausnehmen).

Statt Glasschälchen nehme ich gerne kleine Marmeladegläser mit Schraubdeckel, spüle sie kalt aus und fülle die Panne Cotta rein. Im Kühlschrank ca. 2 Stunden kalt stellen. Wenn die Panne Cotta fest ist, fülle ich die Erdbeersauce dazu und schraube die Deckel drauf. Dann lässt sich die Leckerei wunderbar im Kühlschrank auch ein bisschen länger lagern. Wenn sie nicht schon vorher verspeist wird.

Guten Appetit!

Ach ja, von der fertigen Panna Cotta im Glas gibt es leider nur diesen schiefen Schnappschuss… Bevor ich auch nur die Kamera zücken konnte, waren die Gläser schon leergeputzt. Vielleicht beim nächsten Mal dann 😉

New Zealand

Endlich konnte ich einen riesigen Haken an einen Punkt auf meiner Traumreiseziele-Bucketlist machen. Neuseeland steht da schon seit einigen Jahren ganz weit oben auf dieser Liste und jetzt endlich habe ich es gewagt und bin in den Flieger gestiegen. Der Sohn meines Cousins väterlicherseits (im Familienchargon „kleiner Cousin“ genannt) verbringt 18 Monate zu Studienzwecken in Neuseeland und da kam mir der Gedanke, den jungen Mann und seine Freundin doch mal in seinem selbstgewählten Exil zu besuchen. Einen gewillten Mitreisenden für so einen ausgedehnten Trip zu finden ist relativ schwierig, was einer der Gründe war, warum der Punkt so lange umabgehakt auf meiner Liste verweilte. Aber irgendwann muss man Dinge einfach auch mal angehen und wenn keiner mitkommt, dann eben halt alleine. Bei einem Land wie Neuseeland ist das durchaus machbar.

Für die Lieben, die lieber zuhause geblieben sind, habe ich während des gesamten Trips ganz brav ein Reiseblog geführt, den ihr hier findet. Wer sich nicht die Mühe machen will, alle Berichte zu lesen (schade, sehr schade 😉 ) der wird vielleicht mit dieser ungefilterten Bilderflut dann doch noch angefixt:

Das war nur der Anfang, es geht noch weiter… nicht schlapp machen!

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Dosensammlung

Meine Dosensammlung:

Angefangen hat alles irgendwann in den Achtzigern mit den Motivdosen von Cherry Coke. Ich fand sie hübsch und obwohl ich das fies süße Gebräu verabscheute, sammelte ich alle 8 Motive. Aus bis heute ungeklärten Gründen entwickelte sich daraus mit der Zeit eine, von Freunden immer leicht belächelten, wahre Sammelleidenschaft. Bei der letzten Zählung vor einigen Jahren umfasste die Sammlung etwa 570 Dosen.

Als die Sammlung langsam größer wurde, hat sich mein lieber Paps erbarmt und mir extra diese maßgeschneiderten Regale zwischen die Balken in meiner kleinen Dachbehausung eingebaut, damit ich die Schmuckstücke nach Sorten sortiert einigermaßen unfallsicher zur Schau stellen konnte. Ich habe die Dosen nicht alle allein gesammelt. Meine Freunde haben mich tatkräftig unterstützt und so manch ekliges Gebräu für mich ausgetrunken. Es ranken unzählige skurrile Geschichten um einige der Dosen.

So manches Stück wurden heimlich aus Mülleimern geklaut (das war noch lange vor dem Dosenpfand), von Sitznachbarn im Flieger erbettelt oder an verblüfften Zollbeamten vorbei (15 leere Dosen im Handgepäck) aus England importiert. Wenn ich mit Freunden auf Reisen war, wurden sie quasi zwangsverpflichtet, nach originellen Dosen Ausschau zu halten, statt sich einfach ne handelsübliche Cola zu gönnen (es sei denn, ich hatte die ausländische Edition noch nicht 😉 )

Mit der Zeit hat die Leidenschaft etwas nachgelassen und lange Jahre standen die Dosen einfach nur so unbeachtet rum. Im Zuge des Umbaus meines heimatlichen Dachgeschosses sind die Dosen mittlerweile in großen Säcken noch eine Etage höher auf den Dachboden gewandert. So ganz wegwerfen konnte ich sie dann doch noch nicht. Vielleicht stelle ich sie mal wieder auf.

Was sammelt ihr denn so?