New Zealand

Endlich konnte ich einen riesigen Haken an einen Punkt auf meiner Traumreiseziele-Bucketlist machen. Neuseeland steht da schon seit einigen Jahren ganz weit oben auf dieser Liste und jetzt endlich habe ich es gewagt und bin in den Flieger gestiegen. Der Sohn meines Cousins väterlicherseits (im Familienchargon „kleiner Cousin“ genannt) verbringt 18 Monate zu Studienzwecken in Neuseeland und da kam mir der Gedanke, den jungen Mann und seine Freundin doch mal in seinem selbstgewählten Exil zu besuchen. Einen gewillten Mitreisenden für so einen ausgedehnten Trip zu finden ist relativ schwierig, was einer der Gründe war, warum der Punkt so lange umabgehakt auf meiner Liste verweilte. Aber irgendwann muss man Dinge einfach auch mal angehen und wenn keiner mitkommt, dann eben halt alleine. Bei einem Land wie Neuseeland ist das durchaus machbar.

Für die Lieben, die lieber zuhause geblieben sind, habe ich während des gesamten Trips ganz brav ein Reiseblog geführt, den ihr hier findet. Wer sich nicht die Mühe machen will, alle Berichte zu lesen (schade, sehr schade 😉 ) der wird vielleicht mit dieser ungefilterten Bilderflut dann doch noch angefixt:

Das war nur der Anfang, es geht noch weiter… nicht schlapp machen!

Weiter lesen

Hudson Valley

Reisevorbereitungen sind wirklich das Schönste. Ich liebe es, in der Buchhandlung meines Vertrauens in all den wunderschönen, kunterbunten Reiseführern zu blättern und mir schon mal den Mund wässrig zu machen. Die Vorfreude auf den nächsten Trip macht mich immer ganz hibbelig, am liebsten würde ich dann sofort zum Flughafen fahren.

Von Ricarda von 23qm Stil habe ich mir den Tipp abgeschaut, Pinterest Boards als Inspiration für Reisen zu nutzen. Und tatsächlich, dort finden sich unzählige Anregungen für die Planung der Reiseroute oder auch kleine Geheimtips für stylische Hotels, schnuckelige B&B’s oder tolle Restaurants.

Für meinen zweiwöchigen Trip nach New York und durch das Hudson Valley hatte ich schnell ausreichend Tipps im Netz gefunden. Der Plan war, erstmal ein paar Tage mit dem Auto das Hudson Valley erkunden, dann das Auto irgendwo abzugeben und mit dem Zug am Hudson entlang zurück nach New York zu fahren. Sich mit dem Auto durch die chaotischen Straßen von New York zu quälen, schien uns nicht gerade verlockend.

Der Hinflug ging nach Newark, was uns zugute kam, da wir quasi schon auf der richtigen Seite für unseren Hudson River Roundtrip waren. Wir suchten uns ein einfaches Motel in Jersey und verbrachten den Abend in Hoboken, wo ich mir ein leckeres Schokotörtchen in Carlo’s Bake Shop (TLC Viewern als Cake Boss bekannt) gönnte und wir die Silhouette von Lower Manhattan bestaunen konnten.

new jersey hoboken

Wir sind rechts und links entlang am malerischen Hudson River bis nach Albany gefahren und dann mit dem Zug zurück nach New York. Auf unserem Streifzug haben wir den kopflosen Reiter in Sleepy Hollow besucht, bei einem kurzen Stop am Landhaus Lyndhorst die Rosengärten bestaunt und sind durch das Anwesen FDR Roosevelt Library geschlendert.

Hudson_1

Im beschaulichen Nyack haben wir uns heimlich auf eine Vernissage eingeschmuggelt und nach einem leckren Essen als Nachtisch einen Frozen Joghurt auf einem kleinen Street Festival verspeist.

hudson_2

In Poughkeepsie haben wir bei strahlendem Sonnenschein und heftigem Wind den Hudson zu Fuß über den Hudson Walkway überquert.

hudson_3

Im herrlich idyllischen Rhinebeck haben wir eine waschechte Country Fair besucht und uns an den vielen Fressbuden und allerlei handwerklichem  Schnötzpötz ergötzt.

hudson_4

In Woodstock gab es jede Menge Gebatiktes und Althippies zu sehen und wir haben mal eben ganz spontan an einer Drumsession auf einem kleinen Platz mitten in der Innenstadt teilgenommen.

hudson_5

In New Paltz sind wir durch den Huguenot Street Historic District geschlendert und haben die ein oder andere Winery besucht.

hudson_6

Ausserdem waren wir noch in den hübschen Städtchen Warwick und Kingston, die neben Rhinebeck, auch ab und zu mal für ZDF-Verfilmungen kitschiger Katie Fforde Romane herhalten müssen.

hudson_7

hudson_8

Letzte Station war dann Albany, wo wir uns aber nur kurz das New York State Capitol angesehen haben und dann auch schon das Auto im Northway Shopping Center abgaben und ich einen Jo-Ann Bastelladen geplündert habe.

hudson_9

Mit dem Zug nach New York zu fahren ist ziemlich entspannt und die Fahrt am Hudson endlang ist wirklich kurzweilig. Es war auf jeden Fall die bessere Alternative zum Auto.

Der Bericht über New York folgt gleich im nächsten Posting!!!

Robbbiiiiiiieee!!!

Es mag dem ein oder anderen geneigten Follower meines Instagram Accounts schon aufgefallen sein, dass ich bekennender Robbie Williams Fan bin. Seit dem ersten spontanen Konzertbesuch auf dem Mannheimer Maimarktgelände im heissesten Sommer 2003 hat mich das Robbie-Fieber gepackt. Und seit ich damals nur ein paar Wochen später mit 3 gleichgesinnten Mädels einen unvergesslich chaotischen aber verdammt lustigen Trip zu einem Konzert in Budapest überlebt habe, nutze ich die Chance, Robbie-Konzerte im europäischen Ausland gerne mal als Städtetrip zu „missbrauchen“. So habe ich neben Budapest auch noch so schöne Metropolen wie Dublin (ok, das kannte ich vorher schon), Helsinki, Glasgow oder Manchester kennengelernt.

Für die „Let me entertain you – Tour“ hat sich Mr. Williams diesmal Orte ausgesucht, die sonst nicht zu seinen Zielmärkten und damit bevorzugten Konzertstätten zählen. Unter anderem so spannende Orte wie Linz, Bratislava, Kaunas, Riga, oder Abu Dhabi.

Da ich meine üblichen Mitstreiter für unsere Robbie-Aktionen leider nicht zu solch exotischen Abenteuern überreden konnte und es am Ende mit der Planung und auch mit den Tickets etwas knapp wurde, fiel das Los bei dieser Tour auf Barcelona und Paris.

Barcelonas ist wirklich ein traumhaftes Reiseziel
– auch ganz ohne Robbie-Konzert!

Ich liebe den Flaire dieser Stadt, die ganze Atmosphäre ist einfach zauberhaft. Barcelona ist nicht umsonst eine der bedeutendsten kulturellen Metropolen weltweit. Das Überangebot an Sehenswürdigkeiten könnte einen erschlagen, wenn man es sich zum Ziel gesetzt hätte, keine davon auszulassen. Aber so funktionieren Städtereisen für mich nicht. Ich mache immer gerne eine von diesen Hop-in-Hop-off-Bus-Touren, bei denen man sich in Doppeldeckerbussen 2 Stunden lang am besten auf dem Deck die Luft um die Nase wehen lässt und sich dabei an allen Hauptattraktionen der Stadt vorbei kutschieren lässt. Da bekommt man einen wirklich guten Überblick, hat zumindest mal das Wesentliche von außen gesehen und kann dann in aller Ruhe entscheiden, welchen Teil der Stadt man sich etwas intensiver anschauen will. Für Barcelona ist diese Entscheidung gar nicht so einfach, da es wirklich viel zu viele nette Ecken gibt. Ich muss also dringend nochmal wieder kommen!

In den Strassen und auf den vielen Plätzen pulsiert das Leben, man kann sich kaum satt sehen an den vielen schönen Dingen. Die herrlichen Gebäuden und Parks von Gaudi sind absolute Hingucker. Der Hafen und der lange Strand sind die perfekte Alternative, wenn man mal ein bisschen Sonne tanken will.

barcelona2
Die Stadt hat etwas Luftiges – obwohl sich unzählige Touristen über die überfüllte Ramblas schieben oder den Strand bevölkern, gibt es immer noch genug freie Ecken, an denen man sich mit einem leckren Eis auf ein schattiges Bänkchen setzen kann und die Leute beonbachten kann. Und das mach ich wirklich am allerliebsten, wenn ich im Urlaub bin!!!

Da wir dieses Mal zu fünft unterwegs waren, hatten wir uns über Airbnb ein wirklich schickes Apartment mitten im Zentrum (El Poble Sec) von Barcelona ausgesucht. Mit seinen 3 Schlafzimmern und 2 Designer-Bädern war es wirklich ausreichend groß für uns alle und es war herrlich, bis spät in die Nacht im Wohnzimmer zusammen zu sitzen und zu klönen. Airbnb hatte ich schon mal in Kopenhagen ausprobiert und kann es nur empfehlen. Wem Hotels zu teuer und zu anonym sind, findet hier überall eine passende Bleibe.

Fast ein ganzer Tag unseres Trips ging quasi für das Konzert von Robbie drauf. Allerdings entpuppte sich das Warten vor dem Palau Sant Jordi als extrem angenehm. Mitten in dem ehemaligen Olympia-Gelände auf dem Montjuiic gelegen, hatte man von da aus einen herrlichen Überblick über die Stadt, die Sonne schien, es wehte eine angenehme Brise und man konnte sich im Park oder dem Olympiastation direkt nebenan noch nett die Beine vertreten.

Barcelona

Das Konzert selbst war DER HAMMER!!! Wir hatten Inner Pit-Tickets ergattert und standen nach einem extrem gechillten Einlass völlig entspannt in der ersten Reihe am Rundsteg und hatten somit einen perfekten Blick auf die strammen Waden von Mr. Williams.

Robbie Williams

Paris – die Stadt der Liebe…

Nach einem extrem holprigen und deswegen auch eineinhalb Stunden längeren Flug kam ich Sonntags Abends erst ziemlich spät nach Hause und hatte nicht viel Zeit, um mein Köfferchen umzupacken und eine Mütze voll Schlaf zu nehmen, bevor es mit einer anderen Reisetruppe nach Paris ging.
Diesmal ganz entspannt im TGV von Frankfurt über Kaiserslautern direkt nach Paris de l’Est.

Der Trip nach Paris fiel mit nur 2 Tagen etwas kürzer aus und deswegen gibt es außer ein bisschen shoppen, lecker essen und dem obgligatorischen Konzertbesuch nicht ganz so viel zu berichten. Paris ist jetzt nicht gerade meine Lieblingsstadt, aber sie konnte ein paar Pluspunkte sammeln. Das gute Wetter blieb uns erhaltenen, es war zwar extrem windig, aber die Sonne schien und das ist ja mal die Hauptsache. Und wenn die nicht-alkoholischen Getränke 4,50€ (0,2!!!) kosten, dann trinkt man halt zum Mittagessen ein Weinchen, da waren wir ganz flexibel.

Paris
Wir hatten uns die Ecke rund um Les Halles für unser Power-Shopping ausgesucht und mussten feststellen, dass das eine ziemlich gute Wahl war. Dort gibt es nämlich nicht nur die üblichen verdächtigen Läden, sondern auch viele nette kleine Bistros und Brasserien, in denen man zwischendurch die erschöpften Lebensgeister wieder stärken kann.

Hoteltechnisch hatten wir uns diesmal für ein IBIS budget Hotel in unmittelbarer Nähe zur Konzerthalle „Le Zenith“ entschieden. Nicht unbedingt die beste Wahl, aber für 2 Nächte völlig ausreichend. Unser 4er Familienzimmer hatte etwas Hostelcharakter und das Frühstück war jetzt nicht ganz so prickelnd, aber für den Preis war es schon ok.

Das Konzert von Mr. Williams fand in der relativ kleinen Halle „Le Zenith“ statt, was den Charme hat, dass man „eigentlich“ von jedem Platz aus ganz gut sehen kann und sich nicht allzu früh anzustellen braucht, wenn man nicht unbedingt in der 1. Reihe stehen muss. Da wir eh nur Innenraum-Tickets hatten und meine Mitstreiter lieber noch die Läden unsicher machen wollten, statt vor der Halle rumzusitzen, waren wir erst kurz nach 16.00 Uhr vor der Halle und schafften es tatsächlich in die 2. und 3. Reihe.
Die Stimmung in Paris war nicht ganz so gut, wie in Barcelona, aber Mr. Rampensau hat sich davon nicht irritieren lassen und die Bude gerockt!!!

Zum Glück war nach diesen 2 doch eher kräftezehrenden Trips erst mal Ostern und ich konnte die Feiertage zur Erholung nutzen. Trotzdem freue ich mich schon auf die nächste Konzertreise – wo immer es mich dann auch hintreibt!