Panna Cotta mit Erdbeeren

Ich hatte mal wieder Lust auf Panne Cotta mit frischen Erdbeeren, denen ich am Morgen auf dem  Mainzer Wochenmarkt nicht widerstehen konnte.

Da ich ja nie wirklich nach Rezept koche, habe ich die Erdbeeren gewaschen und mit meinem schicken Erdbeerstrunk-Zupfer (Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht, aber jede Menge Spass machen“), den ich mir mal aus Boston mitgebracht habe, den Strunk entfernt. Dann hab ich die Erdbeeren mit dem Zauberstab püriert und auf dem Herd kurz aufgekocht, ein bisschen Limettensaft dazugegeben und die Schale abgerieben. Damit es nicht ganz so schlabberig wird, habe ich statt normalem Zucker noch einen Rest Gelierzucker untergerührt und nochmal ein paar Minuten aufgekocht.

Die Panna Cotta habe ich allerdings dann doch fast nach Rezept gemacht.
400 ml Sahne mit einer aufgeschlitzten Vanilleschote ca. 15 Minuten aufkochen. Laut Rezept gehören jetzt noch 50g Zucker dazu, aber das ist mir ein bisschen süß, daher nehme ich immer etwas weniger Zucker. 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser kurz einweichen, ausdrücken und in der Sahne auflösen (vorher die Vanilleschote rausnehmen).

Statt Glasschälchen nehme ich gerne kleine Marmeladegläser mit Schraubdeckel, spüle sie kalt aus und fülle die Panne Cotta rein. Im Kühlschrank ca. 2 Stunden kalt stellen. Wenn die Panne Cotta fest ist, fülle ich die Erdbeersauce dazu und schraube die Deckel drauf. Dann lässt sich die Leckerei wunderbar im Kühlschrank auch ein bisschen länger lagern. Wenn sie nicht schon vorher verspeist wird.

Guten Appetit!

Ach ja, von der fertigen Panna Cotta im Glas gibt es leider nur diesen schiefen Schnappschuss… Bevor ich auch nur die Kamera zücken konnte, waren die Gläser schon leergeputzt. Vielleicht beim nächsten Mal dann 😉

Lieblingskuchen Johannisbeerschnittchen

Unser jährliches Cousin- und Cousinentreffen fand dieses Jahr bei mir statt und zu diesem freudigen Anlass habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Lieblingskuchen der gesamten Familie zu servieren, den meine Mutter immer zu ihrem Geburtstag im Sommer gebacken hatte und der jedesmal der absolute Hit auf der üppigen Kuchentafel war. Der Kuchen ist super lecker, erfrischend saftig, sauer und süß zugleich – eine richtige Geschmacksexplosion.

Johannisbeerschnittchen

Das Rezept ist eigentlich super einfach und schnell gemacht und ich hatte mich immer gewundert, dass den Kuchen nie jemand aus der buckligen Verwandtschaft nachgebacken hat. Durch einen Zufall kam jetzt raus, dass sich wohl eine Tante das Rezept falsch abgeschrieben und an alle weitergeleitet hatte, was zu etlichen Fehlversuchen geführt hat.

Ich wollte nicht länger alleinige Hüterin des heiligen Grals sein und habe das richtige Rezept großzügig mit der backfreudigen Sippe geteilt und sicherheitshalber auch mal bei Chefkoch eingestellt. Und damit auch ihr in den Genuss dieses wirklich leckren Naschwerks kommt, hier das nicht mehr ganz so geheime Rezept.

Johannisbeerschnittchen á la Tante Irmgard

Für den Boden:
320 g Mehl
1 MSP Backpulver
210 g Butter
110 g Zucker
4 Eigelb

Für oben drauf:
750 g Johannisbeeren (wenn gefroren, dann gut abtropfen lassen!)
11 EL Zucker
4 Eiweiß

Mehl, Butter, Zucker, Eigelb und Backpulver zu einen Mürbteig verkneten und diesen auf einem rechteckigen, mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Bei 170 Grad ca. 20 Minuten vorbacken, bis der Boden goldgelb ist.

Die Eiweiß zu Schnee schlagen, die Johannisbeeren auf die Schneemasse geben und mit dem zucker bestreuen. Alles vorsichtig unterheben und auf den vorgebackenen Boden streichen. Bei 170 Grad ca. 40 – 50 Minuten backen. Den Kuchen warm auf dem Blech schneiden.

Guten Appetit!

Und welcher Kuchen darf auf eurer Kaffeetafel nicht fehlen?

Brockelbohnen – Eintopf geht immer

Brockelbohnen ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte, das ich das ganze Jahr über zu jeder Tageszeit essen könnte. Der Name klingt vielleicht ein bisschen seltsam in Nicht-Pfälzer-Ohren, es handelt sich aber einfach nur um einen simplen Bohneneintopf, herzhaft lecker und mal eben schnell gezaubert.

Brockelbohnen

Nach Rezept koche ich eigentlich nie, jedenfalls nicht meine All-time-favorite-Standard-Gerichte. Ich habe immer meiner Mutter beim Kochen über die Schulter gesehen und auf meine Fragen, wie viel denn davon reinkäme, bekam ich  immer nur die Antwort „Das mach ich so nach Gefühl“. Im ersten Moment ist das vielleicht wenig hilfreich, aber wenn man nur oft genug zugesehen hat, weiß man am Ende tatsächlich, wenn man es dann zum ersten Mal selbst kocht, wieviel von allem reingehört.

Zutaten

Man nehme also frei Schnauze: Brechbohnen – am besten tiegekühlt, mehligkochende Kartoffeln (wenn man den Eintopf lieber etwas sämig mag, sonst eben festkochende), Speck und Zwiebeln. Dazu braucht man noch etwas Gemüsebrühe, Pfeffer und für den richtigen Kick eine ordentliche Prise Bohnenkraut!

Zubereitung

Die geschälten Kartoffeln, Zwiebeln und den Speck in grobe Würfel schneiden und das war es dann auch schon mit den Vorbereitungen. Speck und Zwiebeln kurz anbraten, dazu nehme ich am liebsten ein wenig Butaris, Öl ist aber genauso gut. Die Kartoffeln und Bohnen dazu geben und das ganze mit Gemüsebrühe auffüllen. Etwa 10 Minuten auf hoher Temperatur köcheln lassen, danach etwas runterschalten, mit Pfeffer und eventuell etwas Salz abschmecken und eine gute Portion Bohnenkraut dazu geben. Deckel drauf und das Ganze so etwa 20 Minuten vor sich hinköcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Und schon kann serviert werden. Guten Appetit!!!